3 Wege führen zum Hundefutter

3 Wege führen zum Hundefutter

Hallo und Willkommen auch heute in Lucies Ernährungswelt. Ich freue mich, dass du wieder reinschaust. Hast du in der Zwischenzeit mal geschaut, was auf den Futterverpackungen so drauf steht?

Und du bist noch immer nicht viel schlauer? Ja, das verstehe ich. Ist auch nicht wirklich für Laien gemacht, so eine Futtermitteldeklaration. Und als Laie muss sich da wohl jeder bezeichnen, der nicht mindestens ein Buch zuhause hat, in dem die Gesetze und Regeln eben dieser Deklarationen erklärt werden. Aber welcher normale, ordinäre Hundehalter hat das schon?

Alleinfuttermittel

Eine Pflichtangabe ist z.B. die Kategorie des Futtermittels. Aus dieser geht eindeutig hervor, ob es sich um ein Futter handelt, das nur eine Ergänzung ist oder eins, das so zusammen gestellt ist, dass es der alleinigen Fütterung dienen kann. Theoretisch könnte man einen Hund nur mit diesem „Alleinfutter“ ernähren, es muss alles enthalten sein, was der Hund braucht. Diese Tatsache steht aber eigentlich völlig im Gegensatz zu einer naturnahen Ernährungsweise. Ich meine, es ist doch sicher nicht gesund, jeden Tag Kartoffeln mit Kotelett und Blattsalat zu essen. Man bekommt ja dann auch nur die Nährstoffe, die in Kartoffeln, Kotelett und Blattsalat sind. Das heißt wiederum, um ein Futter, das nur aus Geflügelfleisch, Kartoffeln und Möhren besteht, ausgewogen zu gestalten, wäre man ja quasi gezwungen, alle anderen Nährstoffe künstlich zuzufügen. Wie sonst sollte das Futter sich die Bezeichnung „Alleinfutter“ verdienen?

Menü

Auch nicht jedes Futter darf sich einfach so Menü nennen, nur weil sich das toll anhört. Als Menü darf ein Futter dann bezeichnet werden, wenn es von der entsprechenden Zutat mindestens 26 % enthält. Im Wildmenü müssen also mindestens 26 % vom Wild sein. Anders herum ausgedrückt dürfen die restlichen 74 % aus etwas anderem bestehen, z. B.  Getreide und / oder Gemüse. Es ist dann trotzdem ein Wildmenü. Ja, und wenn ich mir einen Salat mache, aus 10 Gurken und 3 Tomaten ist das trotzdem ein Tomatensalat … ist klar!

Offen, halboffen und geschlossen

Nein, das sind keine Ladenzeiten, sondern die Möglichkeiten, die die Hersteller für die Deklaration wählen können. Vorweg sage ich dir gleich, es gibt nur eine einzige Deklarationsform, die akzeptabel ist. Das ist die offene. Welche angewendet wird, entscheiden allein die Hersteller. Und jeder Futterhersteller, der eine andere als die offene wählt, hat etwas zu verbergen. Sonst würde er nämlich die offene wählen. Denn – ist ja logisch – ihm wäre alleine schon zu Werbezwecken daran gelegen, offen zu zeigen, welche tollen Qualitätsmerkmale sein Futter aufweist.

Der Unterschied

… ist eigentlich ganz simpel:

-  Bei einer geschlossenen Deklaration werden einfach nur die Gruppenbezeichnungen für die Zusammensetzung genannt. Da steht dann z.B. der berühmt-berüchtigte Begriff Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse. Ja, man glaubt es kaum, den gibt es immer noch. Und warum? Weil es immer noch Leute gibt, die so ein Futter kaufen.

- Bei einer halboffenen Deklaration werden ebenfalls diese Gruppen genannt, es wird aber noch mit Prozentangaben auf besondere Bestandteile dieser Gruppen hingewiesen. Da steht dann z.B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse und dahinter in Klammern 10 % Geflügelfleisch. Das bedeutet jetzt nicht, dass in dem Futter 10 % Geflügelfleisch sind, sondern es bedeutet, dass von Fleisch und tierischen Nebenerzeugnissen 10 % vom Geflügel sind. Ganz schön irreführend, oder?

- Bei der offenen Deklaration werden alle Einzelzutaten aufgelistet, die im Futter enthalten sind. Es gibt hierbei also KEINE Gruppenbezeichnungen. Manchmal sind auch die Mengen in Prozent angegeben. Das ist aber nicht Pflicht. Auf jeden Fall bedeutet es, es darf hier nicht einfach Gemüse drauf stehen oder Getreide. Es muss aufgelistet sein, welches Gemüse und welches Getreide. Das ist ja dann schon mal sehr hilfreich.

Du weißt also jetzt, wenn auf einer Futterdose Gemüse drauf steht, hat da wohl jemand etwas zu verbergen …

Und jetzt gebe ich dir zum Schluss noch ein Rätsel auf: Was ist der Unterschied zwischen einem Alleinfuttermittel und einem Einzelfuttermittel? Hört sich für dich gleich an? Ist es aber nicht.

Nächste Woche gibt es die Auflösung. Außerdem werde ich dir noch ein paar weitere Hinweise liefern, wie du erkennen kannst ob ein Futter ok ist. Bis dahin sage ich …

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

Partner auf Hundeklick.de