10 Fakten zur Hundeernährung

10 Fakten zur Hundeernährung

Hallo und willkommen wieder in Lucies Ernährungswelt. Erinnerst du dich? Beim letzten Mal habe ich gesagt, wir wollen den Dingen auf den Grund gehen.

Deshalb habe ich mir überlegt, heute soll es hier mal ganz informativ zugehen und ich liefere dir 10 harte Fakten rund um die Ernährung von Hunden:

Fakt 1 – Hundespeichel

Die Verdauung von Nahrung fängt schon mit der Aufnahme, also beim Hund im Maul an. Hier zeigt sich die erste Besonderheit von Hunden. Ihr Speichel hat eine andere Zusammensetzung als z.B. der von Menschen und enthält keine Verdauungsenzyme. Dafür ist er wesentlich schleimiger, da er die Nahrung gleitfähig machen soll.

Fakt 2 – Das Gebiss

Wie du vielleicht weißt, haben Hunde sogenannte Reißzähne, Fangzähne und Schneidezähne. In der Natur wäre es ihnen so optimal möglich, eine Beute zu fangen, zu reißen und auch zähe Fleischstücke abzureißen, sowie harte Knochen zu knacken. Was sie nicht haben, sind sogenannte Mahlzähne. Schon im Maul fängt also die Problematik an, pflanzliche Nahrungsbestandteile schlecht verdauen zu können.

Fakt 3 – Die Magensäure

Die Verdauungssäfte des Hundes weisen einen sehr hohen Anteil an Salzsäure auf, und zwar 10-mal höher als beim Menschen. Die Produktion ist allerdings abhängig vom Mageninhalt, genau genommen bewirkt erst der Schlüsselreiz Fleisch eine ausreichende Produktion. Der hohe Säuregehalt bewirkt den niedrigen PH-Wert im Magen nach der Fütterung. Dieser wiederum bewirkt, dass der Magensaft Gärungs- und fäulniswidrige Eigenschaften hat. Anders herum betrachtet verhindert  eine nicht ausreichende Produktion der Magensäure die Abtötung von Bakterien im Futter und es kann durch Fehlgärungen zu Blähungen und Durchfall kommen.

Fakt 4 – Die Darmpassage

Hunde haben eine wesentlich schnellere/kürzere Darmpassage, als z.B. Menschen oder vor allem Pflanzenfresser. Während sich die Nahrung beim Pflanzenfresser mehrere Tage in Magen und Darm befindet, dauert dieser Vorgang bei Hunden nur um die 24 Stunden (je nach Nahungsbestandteilen, Fütterungsart etc.).

Fakt 5 – Vergraben von Nahrung

Viele Hunde finden es toll, Fleisch oder Knochen im Garten zu vergraben. Das hat den simplen Hintergrund, dass die Nahrung durch die Bodenlagerung und somit Bearbeitung durch Bakterien besser verwertbar wird.

Fakt 6 – Die Magendrehung

Wie du oben schon gelesen hast, bewirkt eine zu geringe Produktion von Magensäure leicht Fehlgärungen. Die hierdurch entstehenden Gase blähen den Magen auf wie einen Ballon. Nun kann sich der Magen, der so aufgebläht ist, durch Bewegung leicht um sich selber drehen und es kommt zur gefürchteten Magendrehung.

Fakt 7 – Der Hundekot

Wenn man sich hin und wieder die Häufchen seines Hundes näher betrachtet, kann man einiges daraus „lesen“. Je größer, also voluminöser der Kot ist, desto unverdaulicher war die Nahrung. Milchprodukte, Knochen und Rindertalk führen zu einer helleren Verfärbung des Kots, grüne Gemüsesorten machen grün und Möhren z.B. färben rot, oder orange. Schwarzer Kot kann durch Lunge, Sehnen und Blutmehl in großen Mengen entstehen. Aber auch Farbstoffe im Futter können die Kotfarbe beeinflussen, ebenso wie krankhafte Veränderungen. Je länger die Futterpassage gedauert hat, umso mehr müffelt der Kot.

Fakt 8 – Knochenkot

Viele Hunde haben Probleme damit, Knochen zu verdauen und es kommt zum sogenannten Knochenkot. Der Kot ist dann hart, knödelig und sehr hell. Um Knochenkot zu verhindern ist es nötig, immer Knochen mit genügend Fleischanteil zu füttern. Denn, wie oben schon beschrieben, der „Fleischreiz“ sorgt für eine ausreichende Produktion der Magensäure, welche für die Verdauung der Knochen benötigt wird.

Fakt 9 – Nährstoffversorgung Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin K

Nicht alle Nährstoffe müssen von außen zugeführt werden. So können Hunde Vitamin C selber im Stoffwechsel bilden. Diese Eigensynthese deckt bei einem gesunden Hund völlig dessen Bedarf ab, Mangel ist also nicht zu befürchten. Auch die B-Vitamine und Vitamin K müssen nicht zugeführt werden, da der Bedarf durch die Darmbakterien abgedeckt wird. Auch hier ist ein Mangel bei einem gesunden Hund nicht zu befürchten.

Fakt 10 – Der Hund, ein Schlingfresser

Der Hund hat, wie oben schon geschrieben, keine Mahlzähne. Aber auch sonst ist er auf das Schlingen der Nahrung ausgelegt, so wie ein Wolf es mit einem Beutetier machen würde. Zum einen spielt diese Tatsache eine Rolle bei der Verwertung der Nahrungsbestandteile. Zum anderen zeigt es, wie unsinnig es ist, zu erwarten, Trockenfutterpellets könnten das Gebiss reinigen.

Nächste Woche werden wir weiter den Dingen auf den Grund gehen. Wir werden uns einmal ein wenig mit der sogenannten Weender-Analyse befassen. Kennst du die? Diese Analyse hat etwas mit den Angaben zur Futterzusammensetzung auf den Verpackungen zu tun. Bis dahin sage ich …

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

Partner auf Hundeklick.de