Barf – welche Nahrungsmittel können gefüttert werden?

Barf – welche Nahrungsmittel können gefüttert werden?

Barf ist die abgekürzte Form für biologisch artgerechte Rohfütterung und gilt als eine artgerechte und gesunde Art, Hunde zu ernähren.

Heute werde ich dir erklären, welche Nahrungsmittel hierbei relevant sind, welche Mengen man füttert und nach welchen Kriterien die Bestimmung der Futtermengen getroffen werden kann.

Eine Barf-Mahlzeit setzt sich sowohl aus tierischen als auch pflanzlichen Bestandteilen zusammen. Vielleicht hast du ja unseren Beitrag zu den Nährstoffen gelesen, dann weißt du schon, dass Der Bedarf an Nährstoffen beim Hund durch Proteine, Kohlenhydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe gedeckt wird. Entgegen der weitläufigen Meinung ist es auch beim Hund nicht nötig, diesen mit Rechentabellen zu ernähren. Die Nahrung sollte abwechslungsreich, bedarfsgerecht, artgerecht und ausgewogen zur Verfügung gestellt werden. Eine schematische Darstellung der Aufteilung:

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Die tierischen Bestandteile

Die tierischen Bestandteile liefern in erster Linie die Proteine. Diese wiederum werden aus den Aminosäuren gebaut. Wie du vielleicht weißt, benötigt der Hund 10 essentielle Aminosäuren, aus denen auch die weiteren gebaut werden können. Wichtig ist, dass die Proteine den körpereigenen ähneln sollten, um bestmögliche Verwertung zu finden. Deshalb sind tierische Proteine für Hunde wichtig und nicht ersetzbar.

Was kann gefüttert werden?

  • Alles vom Rind: Kopffleisch, Schlund, Kehlkopf, Innereien, Pansen, Ohren (auch mit Fell), Muskelfleisch, Rippenknochen, Brustknochen …
  • Geflügel: z.B. Huhn, Pute oder Ente, davon: Hälse, Brustfleisch, Karkassen, Flügel, Innereien …
  • Wild (wie z.B. Kaninchen), Lammfleisch, Pferdefleisch …

Wichtig ist eine abwechslungsreiche Zusammenstellung, die der Zusammensetzung Beutetier nahe kommt. Unter diesem Gesichtspunkt füttert man: 

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Die pflanzlichen Bestandteile

Unter die pflanzlichen Bestandteile fallen Gemüse, Obst und auch Getreide. Getreide kann, muss jedoch nicht verfüttert werden. Das ist eine Entscheidung, die jeder Hundehalter individuell treffen muss. Wenn der Hund Getreide bisher gut verträgt, spricht nichts dagegen, dieses zu füttern. Wie du oben in der Grafik schon gesehen hast, verringert ein Getreideanteil dann sowohl den Fleischanteil etwas, als auch den Anteil der weiteren pflanzlichen Bestandteile.

Was kann gefüttert werden?

1. Gemüse: Möhren, Rote Bete, Gurken, Spinat, Mangold, Kürbis, Kohlrabi, u. a. sowie auch viele Salatsorten wie Eisbergsalat, Endiviensalat, Kopfsalat, Feldsalat oder z.B. auch Löwenzahn. Gemüse liefert viele wichtige Stoffe, wie z.B. Vitamine, essentielle Fettsäuren, Mineralien oder auch Ballaststoffe.

2. Obst: Äpfel, Bananen, Birnen, Aprikosen, Brombeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Pflaumen und andere. Obst liefert ebenfalls Vitamine und andere wichtige Stoffe.

3. Getreide: Weizen, Dinkel, Gerste, Mais und Reis, oder z.B. auch  Hafer, Hirse, Amaranth.

Welche Mengen werden gefüttert?

Die Mengen, die gefüttert werden, richten sich nach verschiedenen Aspekten. Zunächst einmal ist natürlich das Alter zu beachten, bzw. der Entwicklungsstand. Ein Hund der noch im Wachstum ist, benötigt größere Nahrungsmengen, als ein ausgewachsener. Generell gilt folgende Übersicht:

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Diese Mengenangaben müssen aber individuell angepasst werden. Ein Hund, der sehr aktiv ist, benötigt eine höhere Fütterungsmenge, als einer der eher ruhig ist. Eine Sportskanone braucht mehr, als eine Couchpotato.

Auch der Stoffwechsel kann, wie auch beim Menschen, noch einmal individuell sein. Die angegebenen Werte sind deshalb nur Richtwerte. Es gilt, die weitere Entwicklung zu beobachten. Setzt der Hund Fett an (oder wird der Welpe moppelig), muss die Menge herabgesetzt werden und anders herum.

Im nächsten Teil der Barf-Serie schauen wir uns die tierischen Bestandteile einmal genauer an. Was ist drin in diesen Bestandteilen, was muss beachtet werden, was sollte vermieden werden. Bis dahin sage ich …

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

 

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