Barf – wichtige Regeln

Barf – wichtige Regeln

In den letzten Wochen hab ich dir alle wichtigen Details rund um das Barfen erklärt. Wir haben uns die Bestandteile angeschaut, was du alles füttern kannst, welche Mengen, welches Verhältnis,  welche Nahrungsergänzungen Sinn machen, und was man für Kräuter füttern kann.

Nun, da wir am Ende der Barf-Serie angelangt sind, möchte ich dir noch ein paar Empfehlungen mit auf den Weg geben, worauf du achten solltest.

Wie stellt man um?

Die meisten Hunde können problemlos quasi von jetzt auf gleich umgestellt werden. Je älter oder empfindlicher ein Hund ist, desto langsamer sollte man vorgehen. Sehr gut klappt die Umstellung meist, wenn man mit Pansen anfängt. Bei empfindlichen Hunden kann es hilfreich sein, mit gekochten Zutaten anzufangen und diese dann mit und mit roher werden zu lassen. Am besten lässt man den Hund wenigstens einen Tag fasten, bevor man anfängt zu barfen.

Darf man Fertigfutter und Barf mischen?

Es gibt viele Hundehalter, die am Anfang beides füttern. Dabei ist aber wichtig, dass man beides nicht in einer Mahlzeit mischt. Das kann zu schweren Verdauungsstörungen führen. Es ist jedoch kein Problem, z.B. morgens Fertigfutter zu geben und abends dann das rohe Futter.

Wie bringt man den Hund dazu, Gemüse zu fressen?

Viele Hundehalter beklagen immer wieder, dass ihr Hund einfach kein Gemüse fressen möchte.  Bei Hunden, die an Fertigfutter gewöhnt sind (das häufig auch noch Geschmacksverstärker beinhaltet) kommt das häufig vor. Da muss man dann ein bisschen „tricky“ werden. Am Anfang nimmt man nur ein ganz kleines bisschen Gemüse, püriert es sehr fein und mischt es unter Zutaten, die der Hund besonders lecker findet. Nach und nach vergrößert man die Portionen. Der Hund gewöhnt sich so langsam an den Geschmack.

Wie bringt man den Hund dazu, rohes Fleisch zu fressen?

Auch das kommt vor. Vor allem (wie beim Gemüse) wenn die Hunde mit Fertigfutter aufgewachsen sind. Da hilft nur langsam gewöhnen versuchen. Durch braten oder kochen des Fleisches intensiviert sich der Geschmack. Nach und nach ässt man das Fleisch immer roher werden. Der Hund gibt das Tempo vor. Auch kann es hilfreich sein, am Anfang nur gewolftes Fleisch zu geben. Später sollte man aber auf jeden Fall versuchen, dem Hund das Fleisch in größeren Stücken anzubieten.  Das ist zum einen gut für seine Zähne und zum anderen auch für seinen Verdauungstrakt.

Wie wird Fleisch gelagert?

Hier ist natürlich die beste Variante, das Fleisch einzufrieren. Kaum jemand hat die Möglichkeit, für seinen Hund täglich frisch einzukaufen. Fleisch sollte nicht in geschlossenen Plastikbehältnissen aufgetaut werden. Durch den Luftausschluss bilden sich bestimmte Bakterien, die gesundheitsschädlich sein können. Auch die Lagerung im Kühlschrank sollte aus dem gleichen Grund nicht in einem luftdicht verschlossenen Plastikbehälter vorgenommen werden.

Zu guter Letzt …

Es ist auf jeden Fall anzuraten, sich etwas genauer zu informieren, bevor man seinen Hund anfängt zu barfen. Mittlerweile gibt es viele Bücher zu diesem Thema, in denen eine Menge Informationen zu finden sind. Man kann sich für den Anfang auch einen Plan erstellen lassen, dann ist man auf der sicheren Seite. Trotzdem solltest du auch nicht zu viel Angst davor haben, die Ernährung deines Hundes selber in die Hand zu nehmen. Denk mal daran – Hunde haben Jahrtausende überlebt, völlig ohne Fertigfutter.

Damit du nicht völlig im Regen stehst, werden wir dir nächste Woche noch einige Rezeptvorschläge unterbreiten. Dann bist du bald ziemlich gut gerüstet und kannst anfangen, deinen Hund zu barfen …

Bis dahin sage ich …

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

 

Partner auf Hundeklick.de