So bleibt der Hund gesund

So bleibt der Hund gesund

Was macht einen gesunden Hund gesund? Sicher hast du dir diese Frage auch schon oft gestellt, denn fast jeder Hundehalter wünscht sich für seinen Hund ein langes und gesundes Hundeleben.

Welches können die Faktoren sein, die dafür sorgen, dass ein Hund ein solches  Leben führen kann? 

Auch ich habe mir diese Fragen gestellt und habe die 4 Punkte für dich gefunden, die für ein gesundes und langes Hundeleben wirklich relevant sind. Vieles davon kannst du beeinflussen, manches nur indirekt.  Manches ist auch gar nicht so klar, weil man nicht viel darüber weiß. Oder weil es so viele verschiedene Meinungen dazu gibt.

Wir werfen dabei heute ausnahmsweise nicht nur einen Blick auf die ernährungsrelevanten Themen, denn die Gesundheit muss man natürlich ganzheitlich betrachten. Die folgenden 4 Punkte bieten also die Grundlage für ein gesundes und langes Hundeleben:

1. Gene und Zucht

Natürlich spielt das „Paket“ mit dem ein Hund ausgestattet ist, wenn er auf die Welt kommt, eine große Rolle. Das fängt schon bei den offensichtlichen Dingen an. Dass z.B. viele überzüchtete Rassen fast schon mit der Garantie für eine Erkrankung auf die Welt kommen, ist kein Geheimnis mehr. Sehen wir da z.B. die Hunde an, die optisch auf das sogenannte „Kindchenschema“ gezüchtet werden, wie z.B. der Mops:  Runder Kopf, große (hervorquellende) Augen, platte (kleine) Nase. Dass ein Mops an Atemnot leidet und sehr häufig operativ dafür gesorgt werden muss, dass er mehr „Platz zum atmen hat“ ist heutzutage kein Ding mehr. 

Bei vielen Hunden werden bestimmte Krankheiten als „Rasserisiko“ angesehen. So leidet der deutsche Schäferhund häufig an der sogenannten HD (Hüftgelenksdysplasie), ein sogenannter genetischer (angezüchteter) Defekt.

Um die besten Voraussetzungen zu schaffen, sollte man also schon vor der Hundewahl überlegen, für welche Rasse man sich entscheiden möchte. Auch die Wahl des Züchters sollte gut überlegt sein. Schon vor 15 Jahren schlug der Kynologe Hellmuth Wachtel vor, einen Bio-Hund zu züchten. Das würde bedeuten, die Hundezucht auf verschiedene Faktoren zu überprüfen, die diesen Prozess der Überzüchtung und auch der Qualzüchtung wieder umkehren, so dass Hunde wieder ein gesünderes „Paket“ mitbringen. Als Tipp kann ich dir hier die sogenannten ganzheitlichen Züchter nennen.

2. Ernährung

Es steht völlig außer Frage, dass eine gesunde, artgerechte und ausgewogene Ernährung einen entscheidenden Anteil an der Gesunderhaltung deines Hundes hat. Mal abgesehen davon, dass du auch deinen Hund mit den Nahrungsmitteln füttern solltest, die schlicht seiner Art entsprechen, gibt es einen weiteren sehr wichtigen Grund. Dieser Grund nennt sich Organismus. Ein Organismus ist wie eine Maschine. Er setzt sich aus den einzelnen Organen und ihren jeweiligen Funktionen zusammen. 

Die Basis bilden aber eigentlich die Zellen, die kleinste lebende Einheit aller Organismen. Auch die Organe bestehen im Prinzip aus Zellen, die für die Funktionen verantwortlich sind. Um diese Funktionen ausführen zu können, benötigen sie bestimmte Stoffe. Diese Stoffe sind die Nährstoffe. Nur wenn der Organismus mit den Nährstoffen versorgt wird, die er benötigt, kann er auch seinen vielfältigen Funktionen nachkommen. Wenn du dein Auto mit Super betankst, obwohl es Diesel benötigt, geht es schließlich auch kaputt.

Wichtigste Fragen bei der Entscheidung für die Art der Ernährung sind:  1. Was ist artgerecht? 2. Was deckt den Bedarf an Nährstoffen? Und 3. Welche gesundheitsschädigenden Inhaltsstoffe sollten ausgeschlossen werden?

3. Bewegung und Auslastung

Auch für Hunde gilt natürlich der Satz „wer rastet, der rostet“. Der Hund ist ein Bewegungstier und das trifft auf kleine Rassen ebenso zu, wie auf große. In Amerika ist es sogar Trend, seinen Hund auf ein Laufband zu stellen, um ihm die Bewegung die er braucht, zukommen zu lassen. Aber ganz so einfach ist das natürlich nicht. Denn natürlich geht es hier nicht einfach nur um die mechanische Bewegung, sondern ebenfalls um eine artgerechte Auslastung. 

Für die meisten Hunde ist die beste Auslastung, ihnen tägliche, abwechslungsreiche Spaziergänge in der Natur zu bieten. Das kann natürlich nicht die kleine, täglich gleich ablaufende Runde um den Block sein. Der Kynologe Günther Bloch  z.B. findet, ein jeder Hund sollte zwei Spaziergänge täglich von 1-2 Stunden genießen dürfen, bei denen er sich relativ frei bewegen kann. 

Wer sich jetzt stolz auf die Brust klopft, weil sein Hund gar noch weitaus mehr Auslastung und Beschäftigung täglich „genießen“ darf, unterliegt mit dieser Vorgehensweise aber eventuell wieder einem oft gemachten Fehler: Auch die Ruhezeiten sind nämlich für Hunde elementar wichtig. Es ist ganz natürlich, dass ein Hund 20 Stunden oder sogar noch mehr täglich ruhend verbringt. Diese Ruhe ist ein wichtiger Gegenpol zur Bewegung. Sehr oft sind hibbelige und dauerhaft unruhige Hunde nämlich nicht unter- sondern überlastet. 

Der Anspruch ist also, dem Hund von Anfang an ein ausgeglichenes Verhältnis an Bewegung und Ruhe zukommen zu lassen.

4. Medizinische Versorgung

Noch nie war die medizinische Versorgung, auch von Hunden, so gut wie heute. Leider ist es aber so, dass diese gute medizinische Versorgung mittlerweile weit über das Ziel hinaus schießt. Es gibt Untersuchungen, die belegen, dass in der westlichen Welt das Bakterienaufkommen gesundheitsbelastend ist. Und dies nicht, weil es zu viele gäbe, nein das Gegenteil ist der Fall. Wir leben mittlerweile viel zu steril. Unsere (und auch die unserer Hunde) Organismen sind nicht mehr mit Bakterien ausgestattet, die für die Gesundheit fördernd wären. 

Ständig wird versucht, alle möglichen Krankheitsrisiken auszuschließen, was zur Folge hat, dass wir auch bei unseren Hunden durch die Dauerbeschießung mit allen möglichen chemischen Mitteln die „Körperpolizei“ völlig außer Gefecht setzen. Anstatt die Körperfunktionen so zu unterstützen, dass sie selber mit Eindringlingen zurecht kommen, zerstören wir diese Funktionen und versuchen ein Eindringen von außen  zu verhindern. Auf der anderen Seite werden die „Erreger“ und Parasiten immer stärker und resistenter. Wir kämpfen also mit Windmühlen und der Wind nimmt zu. 

Fazit

Um deinem Hund die Möglichkeiten auf ein langes und gesundes Hundeleben so optimal wie möglich zu gestalten, sollten alle 4 Punkte einer genauen Betrachtung unterzogen werden. Man kann also sogar schon vor der Anschaffung des Hundes viel dafür tun, dass die Voraussetzungen für ein solches Hundeleben so optimal wir möglich geschaffen werden. 

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinem Hund alles Gute und verabschiede mich bis nächsten Dienstag, wo wir weiter der gesunden Ernährung deines Hundes auf den Grund gehen wollen.

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

 

 

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