Wie findet man das richtige Fertigfutter?

Wie findet man das richtige Fertigfutter?

Die Suche nach dem richtigen Hundefutter gestaltet sich ja mittlerweile wie ein Buch mit 7 Siegeln.

Nie gab es mehr Auswahl und nie war es schwieriger, sich im Hundfutterdschungel zurecht zu finden, wie in der heutigen Zeit. Wurden Hunde noch vor 100 Jahren mit dem gefüttert, was halt zur Verfügung stand, wird heutzutage eine Wissenschaft daraus gemacht, einen Hund mit dem richtigen Futter gesund und artgerecht zu ernähren.

Im Folgenden werde ich dir ein paar Eckfeiler nennen, mit deren Hilfe es auch dir gelingen kann, das richtige Futter für DEINEN Hund zu finden.

Der Anspruch

Als allererstes musst du dir natürlich selber klar darüber sein, wie du deinen Hund überhaupt füttern möchtest. Neben den Bedürfnissen des Hundes kommen da natürlich auch deine eigenen, ganz persönlichen Ansprüche zum Tragen. Auch z.B. wie viel das Futter kosten darf, wo es bezogen werden kann/soll, wie aktiv du selber sein möchtest, usw. All das spielt eine Rolle bei der Futterwahl. 

Fertigfutter oder Fertigfutter?

Man hat die Qual der Wahl und sollte deshalb im Vorfeld abklären, was bei der Auswahl an Kriterien wirklich wichtig ist. Möchtest du z.B. ein Futter, in dem wirklich sicher alle Nährstoffe enthalten sind, musst du auf eins zurück greifen, das mit synthetischen Nährstoffen angereichert ist. Das hat den Vorteil, dass genau berechnet ist, was wovon drin enthalten sein muss. Nachteil ist die Gefahr einer Nährstoff-Überdosierung. Zuviel ist leider genauso schädlich wie zu wenig. Künstliche Nährstoffe werden wegen der Verflüchtigung im Übermaß zugefügt, also mehr, als der Hund tatsächlich braucht. Die Nährstoffe müssen ja auch am Ende der Haltbarkeit noch zu genüge vorhanden sein. Ich rate dir deshalb, ein Futter zu kaufen, das kurz vor dem Verfallsdatum steht. Ein weiterer Nachteil der künstlichen Nährstoffe ist das Fehlen ihrer natürlichen Begleitstoffe. Diese sind nur in natürlichen Nährstoffen enthalten und erfüllen wichtige Aufgaben bei der Verwertung der Nährstoffe.

Wenn du lieber ein Futter wählen möchtest, das keine künstlichen, sondern natürliche Nährstoffe enthält, musst du auf das Herstellungsverfahren achten. Nur wenn das Futter auf schonendem Weg haltbar gemacht wurde, können noch Nährstoffe vorhanden sein. Dass keine Nährstoffe künstlich zugefügt wurden, erkennt man daran, dass unter den Zusatzstoffen keine Nährstoffe aufgeführt werden. Ganz zuverlässig ist das allerdings auch nicht, da die Hersteller nur bestimmte Zugaben aufführen MÜSSEN. Viele synthetische Nährstoffe landen zwar im Futter, werden aber gar nicht deklariert. Ganz sicher kann man nur gehen, wenn eine Zutat mit der Formulierung “natürlich” beschrieben wird. Damit darf nämlich nur ein Bestandteil beschrieben werden, “dem nichts hinzugefügt wurde und der ausschließlich solchen Verarbeitungsschritten unterzogen wurde, die seine natürliche Zusammensetzung erhalten”.

Auch die Bezeichnung Bio ist streng geregelt und darf nur genutzt werden, wenn strenge Vorgaben eingehalten wurden.

Dann musst du natürlich noch entscheiden, ob du z.B. Trockenfutter geben möchtest, oder lieber ein Dosenfutter. Dosenfutter kommt einer natürlichen Ernährung wohl näher, als ein Trockenfutter. Dafür ist Trockenfutter für viele praktischer in seiner Anwendbarkeit.

Die Deklaration

Die Deklaration gibt Aufschluss darüber, was im Futter enthalten ist. In dem Artikel „Fertigfutter – was ist drin?" habe ich dir eine Reihe Infos aufgezählt, wie du die Deklaration besser verstehen kannst. Auch die ist ja ein Buch mit 7 Siegeln. Ohne böswillig zu sein würde ich auch glatt unterstellen, dass da oft Absicht dahinter steckt.  Anders lässt sich wohl nicht erklären, wieso Futterhersteller Formulierungen wie Beispielsweise „mit Wildfleischgeschmack“ nutzen. Diese Formulierung suggeriert doch, dass in dem Futter Wildfleisch enthalten ist. Dabei ist nur der Geschmacksstoff enthalten. Ja, echt, kannst du glauben!!

Besondere Formulierungen wie z.B. „reich an“ oder „mit extra …“ dürfen Hersteller auf die Verpackung drucken, wenn von dem genannten Bestandteile gerade mal 14 % vorhanden sind. Es kann also durchaus auf der Verpackung stehen „reich an Fleisch“, der Hauptbestandteil ist aber trotzdem Getreide.

Wichtig ist auf jeden Fall die Reihenfolge der Zutaten auf der Liste. Das, was an erster Stelle steht, ist am meisten vorhanden.

Die Zusammensetzung

Die Zutatenliste gibt Aufschluss darüber, was im Futter enthalten ist. Ein vernünftiges Hundefutter sollte als Hauptbestandteil auf jeden Fall Fleisch haben. Viele Hundehalter glauben irrtümlicherweise, Getreide wäre grundsätzlich schlecht für Hunde. Das stimmt so nicht, ein Problem stellt aber in zunehmendem Maße die Tatsache dar, dass viele Fertigfutter Getreide als Hauptbestandteil beinhalten. Hierdurch wird der Verdauungstrakt des Hundes überbeansprucht und es kommt immer häufiger früher oder später zu Erkrankungen.

Diese Erkrankungen müssen sich nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt zeigen. Oft zeigt sich auch ein anderes Krankheitsbild, wie z.B. Hauterkrankungen. Der Großteil des Immunsystems befindet sich im Darmtrakt des Hundes. Wird dieses geschädigt, heißt das, der Organismus ist anfällig für alle möglichen Erkrankungen. Typisch sind hier auch alle möglichen allergischen Erkrankungen. Die Ursache solcher Erkrankungen ist ja nicht der Auslöser selber (wie z.B. das Futter bei Futtermittelallergien), sondern das Immunsystem, das nicht mehr richtig seinen Aufgaben nachgeht.

Bei einem Futter, das weitestgehend auf die Zugabe von synthetischen Nährstoffen verzichtet, ist das A und O die Abwechslung. Es ist ganz wichtig, möglichst viele verschiedene Sorten zu füttern, um so viele verschiedene Nährstoffe wie möglich abzudecken.

Zusatzstoffe

Natürlich hat es sich mittlerweile rumgesprochen, dass man beim Hundefutter so weit wie irgend möglich auf Zusatzstoffe verzichten sollte, wie auch bei der menschlichen Ernährung. Wie schon geschrieben, muss leider nicht alles deklariert werden, was zugefügt wurde. Ein wichtiger Hinweis ist deshalb die Formulierung „keine Zusatzstoffe“. Wirklich sicher gehen kann man nie, da das Futtermittelrecht einfach zu viele „Schlupflöcher“ bietet. Trotzdem kann man das „Risiko“ ungebetener Zutaten zumindest ein Großteil minimieren, indem man auf bestimmte Angaben achtet.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach dem richtigen Futter für DEINEN Hund. Mit meinen Tipps wirst du es nun sicher etwas leichter haben.

Herzliche Pfotengrüße

Deine Lucy

Partner auf Hundeklick.de