Würmer - Was tun und wann?

Würmer - Was tun und wann?

Mit dem leidigen Thema Würmer mussten sich schon viele Hundefreunde beschäftigen. Aber wie verhält man sich eigentlich, wenn der Hund Würmer hat und woher kommen sie? Wir beschäftigen uns heute mal näher damit. 

Was sind eigentlich Würmer?

Es sind Parasiten und zwar gibt es viele unterschiedliche Arten von ihnen. Vom Bandwurm bis zum Rundwurm oder auch Herzwürmer. Meistens befallen diese fiesen Viecher (im ausgewachsenen Stadium) den Darm unserer Hunde - außer z.B. die genannten Herzwürmer. So lange Würmer noch im Larvenstadium sind, kann es aber auch passieren, das sie andere Organe befallen. 

Sind Würmer gefährlich?

In den meisten Fällen sind Würmer für den Hund eher harmlos, aber es kann schon einiges an gesundheitlichen Folgen bei unseren Vierbeinern auslösen. Speziell bei Welpen kann ein Befall mit Würmern sehr gefährlich sein, da sie noch nicht so ein starkes Immunsystem haben und der Erkrankung kaum etwas entgegensetzen können. Außerdem sind Würmer leider auch vom Hund auf den Menschen übertragbar. 

Woher bekommt mein Hund Würmer?

Unsere Vierbeiner können sich auf unterschiedlichen Wegen mit Würmern infizieren. 

  1. Über das Maul - Wenn unsere Hunde draußen unterwegs sind und an Kot von befallenen Tieren lecken oder ihn auch fressen, dann kann schon eine Übertragung stattfinden. Auch das Fressen von toten Tieren (Mäuse, Vögel etc.) kann einen Befall auslösen. 
  2. Über die Haut - So eklig es auch klingt, aber es gibt Würmer (Hakenwürmer), die auch die Haut des Hunde "durchbohren" können. Sie können also als Larve auch auf diesem Wege unsere Hunde infizieren.
  3. Durch einen Stich - Bei uns in Deutschland eher selten bis gar nicht vorhanden, aber in wärmeren Ländern durchaus ein Thema - Herzwürmer! Diese werden von Mücken auf den Vierbeiner übertragen. Herzwürmer können also ein Thema sein, wenn man seinen Hund in solche Länder mit in Urlaub nimmt. 
  4. Über die Mutter - Es kann schon im Welpenalter zu einem Wurmbefall kommen, wenn die Mutter bereits Würmer hat. Diese werden schon im Mutterleib auf die Welpen übertragen und später auch bei der Aufnahme der Muttermilch. 

Welche Symptome haben Hunde bei Wurmbefall? 

Die folgenden Symptome treten meist erst bei starkem Wurmbefall auf. Häufig bleiben die Viecher lange unerkannt. 

Blutiger Stuhlgang - Durchfall Husten
Juckreiz am After Kraftlosigkeit
Erbrechen Blähbauch 
Gewichtsabnahme Darmverschluss 
Blutarmut  Hautreizungen 
Wurmteile im Kot  Reizungen im Darm

Wie erkenne ich, ob mein Hund Würmer hat und wie häufig muss ich entwurmen?

Tatsächlich erkennen ob ein Hund an Wurmbefall leidet, kann man wirklich nur ganz genau, nach einer Kotuntersuchung mit Proben von drei aufeinander folgenden Tagen. Diese kann man bei seinem Tierarzt oder in einem Labor machen lassen. Ungefähre Kosten für einen solchen Test liegen zwischen 20 € und 30 €. Viele Hundefreunde entwurmen alle 3 Monate, weil es so empfohlen wird, aber häufig ist der Hund in dem Fall gar nicht von Würmern betroffen. Die Kotuntersuchung ist da weitaus zuverlässiger und man weiß direkt, wenn der Hund befallen ist, gegen welche Wurmart man vorgehen muss. Die vorsorgliche "Dreimonatsentwurmung" hat häufig auch Nebenwirkungen und sollte dem Hund und seinem Darm nicht immer einfach so zugemutet werden. Sprecht mit eurem Tierarzt mal darüber, wie man die Kotuntersuchung durchführen kann und wie ihr das Thema Entwurmung mit eurem Hund handhaben könnt. Es gibt natürlich nicht nur den einen oder anderen Weg, aber gemeinsam mit dem TA findet man da meist eine sinnvolle Lösung. Manche Wurmarten (Herzwürmer) lassen sich anhand einer Blutuntersuchung feststellen. 

Gibt es auch natürliche Mittel gegen Würmer?

Ja, es gibt einige Mittel, denen eine Wirkung gegen Wurmbefall nachgesagt wird. Ob das tatsächlich der Fall ist, dass diese Hausmittel helfen, das können wir nicht garantieren. 

  1. Kokosöl (bzw. Kokosflocken) - Wie auch gegen Zecken hilft Kokosöl gegen die unangenehmen Würmer. Bitte auf gute Qualität beim Kokosöl achten (am besten kaltgepresstes Öl). Durch die enthaltene Laurinsäure haben die Würmer "keine Lust mehr" auf den Hund (Wirt)
  2. Möhren - Man sagt, dass geriebene, frische Möhren gegen Würmer helfen können. Einfach dem Futter zugeben.
  3. Kürbiskerne - Das in Kürbiskernen enthaltene Cucurbitin soll gegen Würmer helfen. In gemahlener Form dem Futter zugeben. 

Was tun, wenn der Hund Würmer hat? 

Der Tierarzt wird durch die Kotuntersuchung feststellen können, um welche Art von Würmern es sich handelt und dann mit Medikamenten diese Würmer gezielt bekämpfen. Wenn ihr den Verdacht habt, dass euer Hund an Würmern leidet, dann wartet bitte nicht zu lange mit dem Tierarztbesuch. Umso früher man etwas dagegen macht, desto einfacher und schneller ist die Behandlung. 

 

 

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