Fettlederleine – selbst gemacht! TEIL 1

Fettlederleine – selbst gemacht! TEIL 1

Hallo ihr Lieben,

ich war es so leid, dass ich schwere Leinen umherschleppen muss, die sich im schlimmsten Fall noch vollsaugen und schimmeln -

und diese dann zu allem Überfluss auch irgendwie nicht so gemacht sind, wie ich das gerne hätte. Und wie hat schon meine Oma gesagt: Wenn du etwas gut gemacht haben willst, mach es selbst!


Vom Hundeplatz kannte ich das Material Fettleder schon:  Auch in dünn ist es super stabil, haltbar, schmutzresistent und es fühlt sich toll an!

Besonders gefällt mir, das selbst eine 8mm-Leine in der Lage ist, meine 22kg Hündin zu halten, wenn sie voll reinrennt (15m Schleppleine in der Hundeschule.)

Also online nach Fettleder-Meterware gesucht und auch fündig geworden. Die Seite, auf der ich gekauft habe, findet ihr wie immer unten.

Im Internet hab ich dann eine  tolle Anleitung gefunden. Die möchte ich jetzt natürlich mit euch teilen!

Erstmal zeige ich euch, wie man einen Karabiner einflicht. In meinem Beispiel basteln wir einen einfachen Kurzführer.

Für unseren Kurzführer mit insgesamt ca. 50 cm länge brauchen wir:

  • 60 cm Fettleder (ich hab 14mm benutzt)
  • 1 Karabiner
  • Scharfes Messer
  • Unterlage zum Schneiden

Vorbereitung

Zuerst das Fettleder an einer Seite spitz zuschneiden.  Das ist unser „Anfang“. Das andere Ende der Leine ist unser „Ende“.

Danach wird das Leder mit 4 Schlitzen versehen. Diese sollten etwa so breit sein, wie das Fettleder, mit dem wir arbeiten. Je gleichmäßiger, desto besser.

Ich empfehle, erst zwei Schnitte am „Anfang“ zu machen,  dann den Karabiner einmal aufzufädeln und mit dem Leder festzuhalten.

So seht ihr, wie viel Platz der Karabiner später brauchen wird. Danach könnt ihr die letzten beiden Schnitte vornehmen. Wenn ihr Fertig seid, sollte das Ganze in etwa so aussehen, wie auf dem Foto.

1. Als nächstes fädeln wir den Karabiner auf unseren Lederriemen, sodass er zwischen Schnitt 2 und Schnitt 3 ist. Danach friemeln wir den „Anfang“ durch Schnitt 2 und ziehen das ganze fest. (Hier darf man gerne wirklich FEST ziehen!) Am besten funktioniert das, wenn ihr den „Anfang“ nicht hochkant, sondern quer hindurchzieht. Keine Sorge, so schnell geht das Leder nicht kaputt!

Sah bei mir ein bisschen knurpselig aus, war aber trotzdem richtig. Im nächsten Schritt ziehen wir das“Ende“ (jaaa, die laaaaaange Seite der Leine) durch Schnitt 3. Hier müsst ihr darauf achten, dass der Riemen nicht in sich selbst verdreht ist und ihr es nicht von der falschen Seite durchfädelt - so wie ich am Anfang.  Wieder alles festziehen. So sollte es dann ausschauen:

Wir habens fast geschafft! Jetzt müsst ihr den Anfang (ja, den kleinen Schnipsel da) durch Loch 1 ziehen. Nochmal alles festziehen und eventuell zurechtrücken. Erledigt? Alle Finger noch dran und heile? Super! Schnell kontrollieren, obs so ähnlich aussieht wie hier – und dann kommen wir auch schon zum letzten Schritt!

Hach, das ging doch fix, wir sind fast fertig. Als letztes wird das „Ende“ noch durch Schnitt 4 gefädelt. Und TADAAAAH: Fertig ist eurer erster Kurzführer!

Ihr könnt einfach einen Knoten ans „Ende“ machen und ihn benutzen.

Viel Spaß damit und zeigt uns gerne eure Ergebnisse!

Mein Geflecht schaut so aus....

Im nächsten Artikel zeigen wir euch, wie man eine Handschlaufe macht – und was man aus Fettleder noch so tolles an Leinen und Halsbändern basteln kann.

Viel Spaß beim Nachbauen!
Kaddie und Mila

Partner auf Hundeklick.de