Knochenkot - Wieso und wie kann man ihn verhindern?

Knochenkot - Wieso und wie kann man ihn verhindern?

Knochenkot ist nicht nur ein Thema für Barfer, sondern auch für andere Hundefreunde, die ihre Vierbeiner mit Knochen "verwöhnen". Wenn das mit dem Verwöhnen allerdings zu gut gemeint wird, dann kann das nicht unerhebliche Folgen haben.

Was ist das Problem bei Knochenkot?

Der Hund leidet bei Knochenkot an einer viel zu harten und festen Konsistenz des Stuhlgangs. Das kann zu relativ kleinen Beschwerden beim Erledigen des Kotabsatzes führen, aber auch in schlimmen Fällen zum Darmverschluss ausarten. Natürlich ist auch der manchmal relativ stark von Knochensplittern durchzogene Kot ein Problem für den Darm. Wie wir schon aus anderen Gesundheitsthematiken wissen, kann der Darm von spitzen Knochen beschädigt werden. Also - Knochenkot ist in jedem Fall unangenehm für den Vierbeiner und sollte deshalb verhindert werden.

Wie sieht Knochenkot überhaupt aus?

Meist ist Knochenkot leicht weißlich, grau bis hin zu hellem Gelb. Die Farbe hängt von der verfütterten Knochenart ab. Die Konsistenz ist von krümelig klein bis hin zu harten "Brocken", die eher wie Steine wirken, als noch etwas von der üblichen Beschaffenheit eines Hundehaufens zu haben. Je nach Knochenart können im Kot dann auch noch relativ lange und spitze Stücke vorhanden sein.

Wie kommt es zu Knochenkot?

Bei der Fütterung von Knochenmahlzeiten oder von zu vielen Knochen als Snack nimmt der Hund sehr viel Kalzium auf. Über den Darm des Hundes wird durch die Darmwand Kalzium ins Blut abgegeben. Wenn das Blut mit ausreichend Kalzium gesättigt ist, dann kann kein weiteres Kalzium mehr vom Hund aufgenommen werden und die Knochenmasse wandert weiter zum Dickdarm. Dort wird dem Ganzen das Wasser entzogen und was übrig bleibt ist steinharter Knochenkot. Speziell als Barf Einsteiger ist man sich häufig mit der Fütterung von Knochen nicht ganz sicher. Mittlerweile gibt es viele tolle Bücher zum Thema oder auch Ernährungsberater für Vierbeiner, die gerne mit einem Futterplan etc. unterstützen.

Was sollte man vermeiden?

  • Fütterung von zu großen Knochenmassen
  • Zu häufige Fütterung von Knochen

Was für Folgen kann Knochenkot haben?

  • Verstopfungen
  • krümeliger Kot
  • Blut im Stuhl
  • Schmerzen
  • Darmverschluss

Wie kann man helfen?

Je nachdem wie schwer die Symptome sind, sollte man bei schlimmen Anzeichen direkt zum Tierarzt gehen. Wenn es sich um leichte Verstopfungen handelt, dann natürlich die Knochen erst einmal komplett weglassen, bis der Stuhlgang sich wieder normalisiert hat. Eventuell kann das Zufüttern von Joghurt die Verdauung anregen und den Stuhlgang erleichtern. Auch Sauerkraut soll ein gutes Mittel sein, um den zu festen Stuhl leichter wieder rauszubekommen. Ebenfalls förderlich ist ein Teelöffel gutes Öl nach dem Knochengenuss. 

Übrigens kann etwas festerer Stuhl manchmal auch förderlich sein, um die Analdrüsen gut auszuleeren. 

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