Immer locker bleiben...oder?

Immer locker bleiben...oder?

Na, ist euer Vierbeiner auch ein "bisschen schwierig" an der Leine? Wir kennen das leider zu gut. Unsere Nane und auch Chewy sind eine Katastrophe an der Leine. Wir konnten es uns lange nicht erklären, aber jetzt sind wir dran...

Das Leinenthema - ist ja eh so eine Sache. Leinenführigkeit, mit Leine, ohne Leine, Leinenbefreiung, Leinenpöbler, Schleppleine...ziemlich viel Leine auf einmal, oder?

Wir haben festgestellt, dass wir bisher viele tolle Tipps erhalten haben, großartige Trainer hatten und eigentlich alles super laufen müsste - ABER wir sind unser größtest Problem. Speziell ich, wie ich leider zugeben muss. 

Ich bin zu schissig, zu hibbelig und viel zu aufgedreht, wenn es um diese "Leinensituation" geht. Kein Mensch möchte, dass der eigene Vierbeiner an der Leine gebissen wird. Wir hatten das bei Chewy leider schon zwei Mal. In beiden Fällen ein freilaufender Hund, Halter oder Halterin nirgends zu sehen. Seitdem ist unser Dicker eine Katastrophe an der Leine. Immer wenn andere Hunde kommen, egal ob mit oder ohne Leine, grunzt er, zieht und ist wie ausgewechselt. 

Wir haben schon alles versucht. Ausweichen und den Blick blockieren. Leckerchen und ablenken. Anderen Weg wählen. Andere Halter bitten zumindest den eigenen Hund anzuleinen etc. Von einem wirklichen Erfolg können wir noch bei keiner Methode sprechen. 

Bei Nane ist es etwas anders. Sie war als Welpe und auch bis ca. 12 Monate an der Leine ein Engel. Sie ist auch heute noch ein Engel, wenn ich mit ihr alleine gehe - aber wehe Chewy ist dabei. Dann benimmt sie sich noch mal ein Stückchen schlimmer, als unser Dicker das tut. Springt hoch, bellt in den tiefsten Tönen, zieht an der Leine und knurrt, wenn uns andere Hunde begegnen. Unfassbar, ich erkenne unsere Beiden in diesen Momenten kaum wieder. 

Bei Nane wurde es eine Zeit lang so schlimm, dass sie auch auf den Einzelrunden komisch wurde...ich war schon vor dem Gassigang oder unseren Touren angespannt und Entspannung beim Leinengang war ein Fremdwort. 

Dann habe ich mal versucht zu analysieren, woran diese Veränderung bei Nane liegen könnte. Bei Chewy können wir es in Teilen durch seine sehr negativen Erfahrungen verstehen, bei unserer Großen gar nicht. 

Ich bin das Problem...Wie ein Falke wandere ich durch die Gegend und halte Ausschau nach anderen Hunden. Kaum erblicke ich am Horizont andere Fellnasen merke ich, wie ich schon angespannt bin, weil ich es natürlich nicht möchte, dass meine Fellnasen so gestresst sind, andere Hunde gestresst sind, Zweibeiner gestresst sind usw. Was mache ich unbewusst...nehme die Leine strammer und pushe meine Beiden noch mehr hoch, anstatt einfach mal "locker" zu bleiben. Warum man das immer wieder unbewusst macht, das kann ich euch nicht sagen...nur soviel...seit ich Hundebegegnungen versuche entspannt entgegen zu sehen, klappt es immer besser. Zumindest schon mal mit jedem der Beiden einzeln. Leine bleibt Locker. Man nimmt den Hund auf die andere Seite und geht entspannt an den Gassibegegnungen vorbei. Beim Freilauf des gegenüber bestehe ich darauf, dass der Andere auch angeleint wird, oder entlasse meine auch in den Freilauf, wenn es bekannte Vierbeiner sind. 

Speziell bei Nane ist es enorm, was für einen riesen Unterschied es macht, wenn Frauchen einfach cool bleibt. Tja...das Problem ist halt doch meistens der Zweibeiner. Wir haben euch in diesem Artikel ein Bild von unseren Beiden mit ihrer Freundin Mila zur Verfügung gestellt. Wenn so ein Landseer und ein Labbi-Mix ziehen und "ausrasten", dann ist das richtiger MIST! 

Geht es euch auch so? Oder arbeitet ihr noch an dem Thema oder hattet nie ein solches Problem? In unseren Kommentaren oder bei Facebook freuen wir uns auf eure Erfahrungen. 

nanechewymila

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