Hunde im Flugzeug - ob und wie?

Hunde im Flugzeug - ob und wie?

Es ist bald wieder soweit. Die Ferienzeit beginnt und viele Familien mit Hund bzw. Hunden machen sich Gedanken, wie der gemeinsame Urlaub aussehen kann. Einige Hundebesitzer, dazu zählen wir auch, nehmen ihre Vierbeiner nur mit, wenn es Reiseziele ohne Flugverbindung sind. Viele Hundefreunde können sich aber einen Urlaub ohne ihren Vierbeiner nicht vorstellen und deshalb ist auch eine Flugreise für sie nur MIT Hund möglich. 

Was gilt es allerdings zu beachten, bevor man eine solche Reise mit Hund unternimmt und tut man seinem Vierbeiner einen Gefallen damit?

Wir beschäftigen uns erst einmal mit den Themen, was es zu beachten gibt und welche Vorschriften häufig gelten. Dazu muss direkt gesagt werden, dass es häufig Unterschiede von Airline zu Airline gibt und diese recht stark variieren können.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Preise für den Transport von vierbeinigen Lieblingen sehr unterschiedlich sind. Manche nehmen je nach Flugstrecke und Größe des Hundes von 40 Euro bis 160 Euro, andere berechnen den Hund als "Übergepäck" und wieder andere Airlines transportieren gar keine Hunde. Auch gibt es bei vielen Fluggesellschaften eine Regel, dass nur eine bestimmte Anzahl an Hunden mitfliegen darf, so dass man sich rechtzeitig darum kümmern sollte, wenn der Vierbeiner mitfliegen soll. 

Kleinere Hunde sind beim Fliegen klar im Vorteil

Viele Fluggesellschaften erlauben Hunden bis zu einer gewissen Größe und einem Gewicht von ca. 5-8 Kilo (abhängig von der Airline), dass der Hund in der Flugzeugkabine mitreisen kann. Er muss in einer den Handgepäckmaßen entprechenden Box während des Fluges untergebracht sein. Manche verlangen, dass die Box den gesamten Flug unter dem Vordersitz verstaut wird, andere Airlines nur bei Start und Landung. Auf jeden Fall gilt, dass man nur einen Hund pro Person mit an Bord nehmen darf. Von Vorteil beim Transport in der Kabine ist natürlich, dass der Hund nicht ohne Herrchen und Frauchen sein muss, er länger außerhalb der Box sein darf, bis es tatsächlich ins Flugzeug geht und auch schneller wieder rauskommt, wenn man am gewünschten Ort angekommen ist. Außerdem sind die Rahmenbedingungen in der Flugzeugkabine natürlich ganz anders, als wenn der Vierbeiner im Laderaum des Flieger transportiert wird. Egal ob Lautstärke oder Temperatur etc. Das ist schon ein riesen Vorteil für den Vierbeiner, wenn er so mit an Bord darf. Wichtig, wie auch bei Reisen mit dem Hund im Auto, vor Reiseantritt alle nötigen Unterlagen & Impfungen für das jeweilige Urlaubsziel checken und die wichtigen Papiere mitführen. 

Größere Hunde müssen in den Laderaum

Wie ihr wisst, haben wir selber zwei große Hunde. Unsere Nane (Landseer) und unser Chewy (Labbimix) waren genau aus diesem Grund auch noch nie mit auf einer Flugreise. Ich persönlich kann es mir überhaupt nicht vorstellen, dass die Vierbeiner unten im Laderaum transportiert werden. Speziell unser Chewy hat bei lauten Geräuschen panische Angst und würde wahrscheinlich nicht ohne Schaden am Ziel ankommen, aber auch unsere Nane würde so ein Erlebnis wohl ziemlich mitnehmen. Klar, wenn man auswandern würde oder längere Zeit im Ausland verbringt, dann müsste man sich etwas überlegen, falls die Anreise nur mit Flugzeug möglich ist, aber bisher haben wir einen einfachen Urlaub mit Hund bei einer Flugreise immer vermieden und uns deshalb lieber um eine sehr gute Unterbringung in einer Hundepension gekümmert. 

Sollte es jedoch nicht anders gehen und man möchte bzw. muss einen Vierbeiner auch im Flieger mitnehmen und es handelt sich um einen größeren Hund, dann wird dieser als "Gepäck" in einer von den Airlines vorgeschriebenen Transportbox im Laderaum befördert. Das kann ganz unterschiedlich laufen, da auch dort die Fluglinien stark variieren. Manche Laderäume sind klimatisiert und beheizbar, andere Laderäume haben weder das Eine noch das Andere. Fakt ist, dass die Transportbox von manchen Airlines auch gemietet werden kann, wir raten allerdings dazu, dass man sich eine eigene Box (entsprechend der Anforderungen) besorgt und den Hund schon einige Woche vor dem Flug langsam an die Box gewöhnt, um ihm schon einmal ein bisschen Stress zu nehmen. Ein T-Shirt von Herrchen und Frauchen, mit deren Geruch, ein tolles Spielzeug oder die Lieblingsdecke in der Box, können während des Fluges einiges an Angst nehmen. Wichtig ist, dass man eine ausbruchssichere Box wählt und auf eine entsprechende Qualität achtet, um einen umherirrenden Hund im Laderaum oder schon auf dem Flughafen zu vermeiden. Ein Zettel an der Box, mit der Aufschrift "Lebendes Tier" (hilfreich auch in English bzw. der Sprache des jeweiligen Urlaubszieles) und vielleicht einer netten Bitte, sich lieb um den Vierbeiner zu kümmern, kann auch einen Unterschied beim Transport vor und nach dem Flug machen. Ganz wichtig ist es, dass man sich bewusst macht, wie lange der Hund in der Box sein muss. Das ist nicht nur die reine Flugzeit, sondern auch das Einchecken, Verladen, Abladen, eventuelle Verzögerungen beim Start etc. Deshalb kann man eventuell mit dem TA auch über ein leichtes Beruhigungsmittel für die Reise sprechen und sollte den Hund auf keinen Fall direkt vor dem Flug nochmal Füttern, denn der Vierbeiner hat leider kein Klo im Gepäckraum. Wasser muss natürlich ausreichend vorhanden sein. Es kann helfen, wenn man Eiswürfel anstatt Wasser in den Napf packt, da häufig beim Einladen der Box in den Flieger schon das Wasser komplett verschüttet wurde. Auch kann man eventuell mit dem Rampenpersonal absprechen, ob es sich noch einmal speziell um das Wohlbefinden des Vierbeiners kümmern kann bzw. zumindest checken, ob noch Wasser im Napf ist und der Hund sicher eingeladen ist. Falls der Vierbeiner sich während des Fluges erbrechen muss oder doch mal ein kleines Unglück geschieht, macht es Sinn, dass man die Box mit einem saugfähigen Material auslegt. Direkt nach der Ankunft sollte man, sobald man die Box mit seinem Liebling wieder hat, den Hund auf mögliche Verletzungen und sein Wohlbefinden checken.

Fazit

Wie bereits zu Beginn erwähnt, können wir uns eine Reise mit großen Vierbeinern und Flieger nicht vorstellen, außer man wandert aus und es geht nicht anders oder man ist sehr lange Zeiträume an einem Ort und der Hund bzw. die Hunde können nur auf diese Art mitreisen. Für kleine Vierbeiner, die in der Kabine mitreisen, ist ein solcher Flug bestimmt wesentlich weniger stressig, als für größere Hunde im Frachtraum. Kinder wissen ja auch bei den ersten Flügen häufig nicht so richtig, was sie denken sollen, so ähnlich stellen wir uns die Reise in der Kabine für kleine Fellnasen vor. Doch wenn Herrchen und/oder Frauchen dabei sind, dann ist meist alles gut. Für größere Hunde im Frachtraum sollte jeder Hundebesitzer selber entscheiden, ob es wirklich im Sinne des Vierbeiners ist mitzukommen, um nur mal eben Urlaub zu machen oder ob eine Hundepension etc. nicht die bessere Alternative ist. Wenn man mit Vierbeiner Urlaub machen möchte, dann kann man auch bei Hundeurlaub.de tolle Möglichkeiten finden, bei denen man mit dem Auto anreisen kann. Man darf als Mensch nicht vergessen, dass der Lärm, die Temperaturen, der Transport zum und vom Flieger über die Rollbahn, die Gerüche etc. eine sehr große Belastung für den Hund darstellen können und es leider auch häufiger Mal Vierbeiner gibt, die nicht mehr gesund oder lebend am Urlaubsziel ankommen, weil es eventuell doch zu viel für sie war. Natürlich fliegen auch jährlich viele tausend Hunde mit und kommen gesund an, man muss es halt nur für sich selber abwägen, was man dem eigenen Hund zumuten will und ob es ein mögliches Risiko wert ist. 

 

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