Die 10 häufigsten Erziehungsfehler beim Hund - Kennt ihr das auch?

Die 10 häufigsten Erziehungsfehler beim Hund - Kennt ihr das auch?

Ach ja, ihr Lieben! Die Erziehung eines Hundes - ein Buch mit sieben Siegeln oder doch ganz einfach?

Wenn ich mir unsere Beiden so ansehe dann muss ich sagen, dass leider noch nicht alles so funktioniert, wie ich mir das eigentlich wünschen würde. An unseren beiden Fellnasen liegt es auf keinen Fall. Nane ist super lernfreudig und Chewy eine absolut treue und großartige Seele. Mit dem Thema Hund beschäftigen wir uns schon ausreichend, daran liegt es auf keinen Fall, aber den ein oder anderen Fehler, den wir euch gleich nennen, mache ich leider doch immer noch. Speziell das mit der Konsequenz....oh, oh! Lest selbst und schaut mal, ob ihr euch eventuell auch in dem Text wiederfindet...

Gewalt ist NIE eine Lösung...

Normalerweise sollte man bei klarem Menschenverstand denken, dass man so etwas nicht noch erwähnen muss. Wir tun es in diesem Fall aber trotzdem, den leider scheinen einige Hundehalter diese Botschaft immer noch nicht verstanden zu haben. Wenn ich meinem Hund Gewalt antue, dann erziehe ich ihn damit nicht, sondern breche im schlimmsten Fall seinen Willen und seine Seele. Gewalt hat NICHTS in der Hundeerziehung zu suchen. Hunde haben Gefühle, wie wir Menschen auch. Wenn ich einen Hund schlage, um ihn damit zu "erziehen", dann ist das Tierquälerei und nichts anderes. Menschen die so etwas tun, haben keinen Hund an ihrer Seite verdient!!! Das Gleiche gilt für brutale Hilfsmittel in der Hundeerziehung!!!

Im Welpenalter fängt es meist an...

Viele Hundefreunde vergessen vor lauter Niedlichkeit bei ihrem Welpen, in den ersten Monaten auf die Erziehung zu achten. Aber auch in diesem Alter muss man schon aufpassen und dem Vierbeiner nicht alles durchgehen lassen. Jeder Welpe wird mal älter und wenn der kleine, flauschige Bernhardiner als Welpe jemanden anspringt, dann finden das noch ganz viele Leute süß, aber später mit 70 kg Hundegewicht bestimmt nicht mehr. Also - früh ein wenig aufpassen und den Vierbeiner anleiten, dann klappt es später auch besser. 

Kein Hund möchte totgequatscht werden...

Kennt ihr das auch? Man redet unbewusst den ganzen Tag auf seinen Vierbeiner ein. Beim Gassigang, im Haus und in anderen Lebenslagen auch. Mir geht es speziell beim Gassigang so und wir arbeiten gerade daran, das zu verbessern. Früher dachte ich, dass fördert die Bindung - NEIN, Chewy und Nane haben wahrscheinlich gedacht ich habe sie nicht alle auf der Pfanne und mich ständig ignoriert. Seit ich bei einem Rückrufseminar mal 15 Minuten nicht mit Chewy während der Gassirunde geredet habe, klebt er mir am "Hintern" wenn wir draußen sind und ich mal nicht mit ihm quatsche...Wenn es euch auch so geht, dann ist das ein riesen Thema bei der Erziehung. Eher mal auf die Körpersprache der Vierbeiner achten, als ständig mit ihnen sabbeln. Wie soll der Hund bei dem ganzen Gerede wissen, welches Kommando überhaupt noch für ihn gilt und welches nicht. Also, Klappe halten - nicht immer, aber immer öfter.

Ein Hund sollte weiter Hund sein dürfen...

Wir alle lieben unsere Vierbeiner von ganzem Herzen. Für viele Hundefreunde ist der Hund mehr als "nur" ein Hund, sondern er ist Freund und Familie. Das ist auch völlig ok, trotzdem sollte der Vierbeiner weiter Hund sein dürfen. Versucht euren Vierbeiner nicht als "Menschen" zu betrachten, sondern denkt daran, dass er als Hund andere Antriebe für sein Handeln hat. Das macht die Beziehung zu eurer Fellnase wesentlich entspannter, als wenn ihr alles versucht bei ihm aus "Menschensicht" zu sehen.

Kann ich davon auch was haben...

Der Klassiker! Die Fellnase sitzt am Tisch bzw. liegt neben dem Tisch und schaut mit herzerweichendem Blick auf die leckere Frühstückswurst oder den tollen Käse. Frauchen und Herrchen sehen diesen Blick und schwups, hat der Vierbeiner auch schon ein kleines Stückchen davon im Maul. Und damit ist das Rennen um das tägliche Betteln am Tisch eröffnet. Wer das nicht möchte, der sollte in dieser Angelegenheit absolut konsequent sein und auch Gäste bitten, sie mögen sich auch daran halten. Bei einem Dackelchen mag das noch relativ "niedlich" sein, wenn er bettelt. Bei unserer Nane, die ihren Kopf platt auf unseren Frühstückstisch legen kann, weil sie so ein großes Mädel ist, hält sich das mit dem "niedlich" in Grenzen.

Große Schritte - können auch zu groß sein...

Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen, oder? Seht ihr und das solltet ihr auch im Hinterkopf haben, wenn ihr euren Hund erzieht. Weder muss er mit 8 Wochen die Kommandos "Sitz, Platz, Aus und Hier" beherrschen, noch einen "Purzelbaum im Freiflug schlagen", wenn ihr das nicht lange trainiert und langsam aufgebaut habt - NATÜRLICH IMMER OHNE GEWALT! Wie wir Menschen auch, fällt es Hunden leichter in kleinen Trainingsschritten zu lernen. Das solltet ihr auf jeden Fall berücksichtigen und damit arbeiten. Ihr werdet Beide mehr Spaß daran haben, als wenn man ständig verzweifelt, weil die hochgesteckten Ziele nicht erreicht werden können. Und wenn mal ein kleiner Schritt nicht klappt, dann einfach einen Schritt zurück und neu üben.

In Maßen und nicht in Massen...

Es gibt ja immer noch unter Hundehaltern das Gerücht, dass man seinen Hund mindestens 10 Stunden am Tag beschäftigen muss, damit er glücklich und zufrieden ist. Wir haben euch vor einiger Zeit einen Bericht zum Thema "Wie viel Schlaf braucht der Hund?" vorgestellt. Alleine anhand dessen sollte jedem Hundefreund klar sein, dass die 10 Stunden dann nicht mehr in einen Tag passen. Also: Bitte den Hund nicht ständig überlasten mit Training, Spaziergängen, Ballspielmarathons und mehr. Ein gesundes Maß an Auslastung ist natürlich nötig, sowohl körperlich als auch geistig (wird gerne mal vergessen), aber es muss kein tägliches Bootcamp für den Vierbeiner sein.

Hast du fein gemacht - oder doch nicht...?

Die Nummer mit dem Timing! Schwierige Sache - kenne ich selber nur zu gut. Man möchte den Hund für etwas belohnen und bis man das getan hat, ist schon eine Ewigkeit vergangen. Der Hund hat in der Zwischenzeit ein unerwünschtes Verhalten gezeigt und aus mangelndem Timing belohnt man aber genau das nicht gewünschte Verhalten. Mist! Damit das nicht passiert, ist ein genaues Timing beim Belohnen absolut unerlässlich. Man kann das gut mit anderen Menschen mal üben, die einen dabei beobachten und eventuell korrigieren können oder man nimmt sich einen Trainer, um das richtige Timing zu üben. Da das eine Basis im Training des Hundes ist, sollte man hier schon Wert auf den richtigen Moment legen.

Und noch ein Klassiker - der zieht nicht, der zeigt mir nur den Weg...

Ja, genau...und dann noch den Busch, den nächsten Baum und wenn man Pech hat den Fluss. Ziehen an der Leine ist ein selbst belohnendes Verhalten. Lasse ich meinen Liebling an der Leine ziehen, dann erreicht er sein Ziel dadurch schneller und lernt, dass er nur an der Leinen ziehen muss und schon bekommt er schneller seinen Willen. An der Leine ziehen kann mehr als lästig sein, hört sich auch nicht toll an, wenn der Vierbeiner am Halsband rumröchelt und ist für seine Nackenmuskulatur auch nicht so klasse. Mal ab davon, dass wenn ein 60 Kilo Hund an der Leine zieht, die eigene Schulter und der Arm immer länger werden und sich auch nicht mehr ganz so gut fühlen. Also - beim Leinentraining absolut konsequent bleiben. Wenn der Hund zieht, dann geht es nicht weiter. Hat man mal einen schlechten Tag, dann lieber keine Leinenführigkeit trainieren, weil man sich sonst die bereits geleistete Arbeit mit Nachlässigkeit wieder kaputt macht. Ein entspannt an der Leine gehender Hund ist für euch, den Hund und auch alle anderen Menschen und Hunde um euch herum eine absolute Wohltat.

Das magische Wort - Konsequenz!

Damit steht und fällt fast alles in der Hundeerziehung und in eurer gemeinsamen Beziehung. Wer unsere Terrorbiene Nane kennt, der weiß, dass ich vielleicht nicht immer so konsequent bin, wie ich sein sollte. Das bereue ich manchmal total, denn meine mangelnde Konsequenz, schränkt meinen Vierbeiner im Alltag bzw. manchen Situationen ein. Beispiel: Wenn ich Nane auf die Decke schicke, dann steht sie schon mal gerne wieder auf, ohne mich zu "fragen" bzw. ohne auf mein Auflösekommando zu warten. Je nach Zeit und Laune - oder wenn sie besonders lieb schaut, dann lasse ich das leider auch durchgehen. Folge: Wir können im Restaurant oder wo auch immer, nicht ohne Leine am Stuhl auskommen, weil ich mir nicht sicher bin, ob Madame wieder aufsteht. Eines von hunderten Beispielen, die viele Hundehalter kennen. Also - wenn ihr Regeln für euren Vierbeiner aufgestellt habt, dann haltet euch daran. Kein Hund dieser Welt versteht, warum Regeln mal gelten und mal nicht. Gelten sie immer, dann weiß er woran er ist.

In diesem Sinne - viel Spaß beim Überlegen wie es bei euch läuft und was man vielleicht verbessern kann. Aber denkt daran - kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen und jeder macht mal Fehler.

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