Wenn Hunde krank sind ...

Wenn Hunde krank sind ...

... leiden sie so herzzerreißend, dass wir Menschen manchmal auf komische Ideen kommen. Es ist völlig klar, dass ihr eurem kranken Freund auf vier Pfoten so schnell und gut wie möglich helfen wollt. Aber ihr solltet bedenken, dass nicht alles, was für euch gut ist, auch eurem Hund hilft.

Bei der täglichen Ernährung ist ja auch selbstverständlich, dass euer Hund eben nicht ein Stück von eurem ordentlich gewürzten Steak bekommt und auch ganz sicher nicht die Salatsoßenreste aus der Schüssel lecken darf. Warum? Ganz einfach: Hunde haben einen ganz anderen Stoffwechsel als Menschen. Sie verdauen anders, verdauen andere Dinge in einem anderen Zeitraum und unter Einsatz anderer Enzyme. Nährstoffe werden vom Körper anders aufgenommen und anders weiterverarbeitet.

Was für die Ernährung gilt, gilt auch für die Medikamente

Wer Schmerzen hat, greift oft genug zu Schmerztabletten. Aspirin, Paracetamol und Ibuprofen sind als schonende, schnell wirkende Mittel mit wenigen Nebenwirkungen bekannt. Es ist vollkommen nachvollziehbar, wenn ihr eurem Hund bei schmerzhaften Verletzungen helfen wollt, bevor ihr beim Tierarzt seid. Lasst es!! Hunde reagieren anders darauf. So können die Schmerzmittel bei Eurem kleinen Fellträger zu Magenblutungen, Nierenschäden und sogar zum Tod führen. Ibuprofen ist beispielsweise hochgiftig für Hunde. Wenn euer Hund krank ist, solltet ihr daher folgendes tun, um ihm so schnell und gut wie möglich zu helfen:

-  Schnappt euch euer Tier und geht zum Tierarzt eures Vertrauens (und eures Hundes Vertrauens).

-  Fragt dort nach, welche Medikamente euer Vierbeiner idealerweise bekommen sollte, und ob euer eigener Medizinschrank eventuell Alternativen beinhalten könnte. Manche Produkte aus der

Humanmedizin können auch für Hunde verwendet werden. Welche das sind, weiß der Veterinär. Ihr solltet nicht ohne Abklärung einfach Medikamente von euch, für euren Hund nutzen. 

-  Haltet euch in der Dosierung und Anwendung an das, was der Veterinär euch gesagt hat.

Es gibt tatsächlich einige Medikamente, deren Wirkstoffe für Hunde und Menschen die gleichen sind. Allerdings bleibt dann immer noch die Dosierung, die der Tierarzt festlegen muss. Seid also nicht allzu schockiert, wenn die Medizinerin Eures Vertrauens dann doch ein Rezept für ein humanmedizinisches Produkt ausstellt. Das kann durchaus sein.

Schmerzhaft: Sportverletzungen

Medikament Mensch Hund
Schmerztabletten P

O

Sehr Giftig !!

Pferdesalbe P

P

Beachte richtige Anwendung

Antibiotika P

O

Auf keinen Fall !!

Pfefferminzöl P P

 

Hunde sind zwar in der Regel recht trittsicher, aber auch ihnen passieren mal Unfälle. Prellungen, Muskelverspannungen, Zerrungen und Muskelkater betrifft die befallenen Sympathieträger genauso wie uns Menschen. Und in so einem Fall dürft ihr tatsächlich das anwenden, was auch euch guttut:

Leichte Massagen helfen, Pfefferminzöl und Kampfer regen die Durchblutung an, Arnika lindert muskuläre Verletzungen. Alles, was angeschwollen ist, darf erst einmal vorsichtig gekühlt werden. Und natürlich darf das für Menschen bekannte Wundermittel Pferdesalbe auch bei Eurem Hund zum Einsatz kommen. Die Salbe wird nur äußerlich angewendet und wirkt über ätherische Öle. Enthalten sind meist Menthol, Kampfer, Arnika, Rosskastanie und Rosmarin. Seltener können auch Eukalyptus, Limone, Wacholder, Thymian, Brennnessel und andere Kräuter enthalten sein. Falsche Dosierung und ungeeignete Medikamente führen zu Vergiftungen – wichtig ist auch, dass die Hunde die Salbe nicht ablecken dürfen (auch wir Menschen essen sie schließlich nicht). Deswegen ist es unbedingt Hilfreich sich auf weiteren Ratgebern oder anderen Hundefreunden zu informieren.

Ihr meint es mit Sicherheit gut mit eurem Tier, wenn ihr schnell helfen wollt. Aber denkt bitte immer daran, dass Medikamente für Menschen Hunden nicht unbedingt helfen, sondern zu Vergiftungen führen können. Bei einer falsche Anwendung oder Dosierung gilt dies ebenso. Haltet grundsätzlich Rücksprache mit dem der Tierarzt, wenn euer Hund krank ist oder sich verletzt hat. 

Gerne dürft ihr diesen Artikel auch anderen Hundefreunden empfehlen und sie informieren! 

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